Beschäftigtenschutz: Leitfaden für Coaches und Unternehmensadmins
Version 2026-09-26-v1 · Stand 26. September 2026
Zweck und verbindliche Grenzen
BeratungsLab dient Training, Selbstreflexion und Coaching anhand fiktiver Kundengespräche. Trainingsdaten, KI-Auswertungen, Gesprächsfreigaben, Wettbewerbsaktivitäten und Platzierungen dürfen nicht für Personal-, Vergütungs-, Beförderungs-, Sanktions- oder Kündigungsentscheidungen eingesetzt werden. Verdeckte Leistungs- und Verhaltenskontrolle ist untersagt. Ein menschlicher Entscheidungsschritt hebt dieses Verbot nicht auf.
Unternehmensadmins informieren Coaches und Beschäftigte vor der Nutzung über diese Regeln und dokumentieren intern, wann und in welcher Version die Information erfolgte. Sie stellen sicher, dass Führungskräfte die Regeln einhalten. Der Leitfaden ergänzt die AGB und die Datenschutzhinweise.
Freiwilligkeit im Arbeitsalltag
Wettbewerbsteilnahme und Gesprächsfreigaben sind freiwillig. Fordere weder eine Teilnahme noch die Freigabe eines Gesprächs als Leistungsnachweis. Frage nicht nach Gründen für Nichtteilnahme oder Widerruf und übe keinen direkten oder indirekten Druck aus. Ablehnung und Widerruf dürfen weder berufliche noch sonstige Nachteile auslösen. Training bleibt ohne Wettbewerb und ohne Coach-Freigabe möglich.
Eine Einladung kann beispielsweise lauten: „Du kannst freiwillig teilnehmen oder ein Gespräch für Coaching freigeben. Wenn du das nicht möchtest oder später widerrufst, hat das keine Nachteile.“ Teilnahmequoten und Freigabequoten dürfen nicht als Mitarbeiterkennzahlen geführt werden.
Was Coaches und Unternehmensadmins sehen dürfen
Coaches erhalten nur einzelne Gespräche, die der Nutzer für den benannten Coach freigegeben hat, einschließlich der zugehörigen KI-Auswertung. Es gibt keine automatische Gesamtfreigabe, keine personenbezogenen Leistungsprofile aus mehreren Gesprächen und keine Weitergabe der Freigabe an einen Nachfolge-Coach. Nach Widerruf endet der weitere Zugriff. Bereits wahrgenommene Inhalte können technisch nicht aus dem Gedächtnis eines Empfängers entfernt werden; nutze sie nicht weiter außerhalb des erlaubten Coachingzwecks.
Unternehmensadmins verwalten Mitgliedschaften, Einladungen und Unternehmenswissen. Ihre Unternehmensrolle verschafft ihnen keine Einsicht in individuelle Trainingsauswertungen und keine Teilnehmer-Ranglisten. Die für Verwaltung und Teamziel vorgesehenen Aktivitätsangaben dürfen nicht in individuelle Leistungsbewertungen umgewandelt werden.
Der Plattformbetreiber ist eine eigene Rolle: Für berechtigte Supportzwecke bestehen begründete, befristete und protokollierte Einsichtswege. Diese sind keine Arbeitgeberansicht und dürfen nicht für Personalzwecke genutzt werden.
Freiwilliger Wettbewerb
Jede Runde startet für jeden Nutzer ohne Teilnahme. Nur die ausdrückliche Einwilligung in diese konkrete Runde aktiviert die Teilnahme. Die Wertung berücksichtigt Trainingsaktivität, keine Qualitätsnoten. Die Rangliste gehört den Teilnehmenden untereinander; Coaches und Unternehmensadmins sehen sie nicht. Die Anzeige erklärt vor der Einwilligung die laufende Sichtbarkeit und den Endstand nach Rundenende. Sobald Teilnahmen vorliegen, lassen sich Zeitraum und Ranglistenregeln nicht mehr ändern; nutze für geänderte Regeln eine neue Runde. Das gemeinsame Teamziel bleibt bearbeitbar.
Fordere keine Ranglisten, Bildschirmfotos, Exporte oder Einzelwerte von Teilnehmenden an. Die Beschaffung über Kollegen und die Verwendung für Personalentscheidungen sind ebenfalls untersagt. Der allgemeine Teamziel-Fortschritt erlaubt keinen Rückschluss darauf, wer eingewilligt hat: Dafür zählen auch Gespräche von Nichtteilnehmenden.
Widerruf und Beschwerden
Nutzer können Gesprächsfreigaben am jeweiligen Gespräch widerrufen. Wettbewerbsteilnahmen lassen sich während der Runde, im Archiv und bei früheren Teamzugehörigkeiten widerrufen. Nach dem Wettbewerbswiderruf wird die eigene sichtbare Ergebniszeile entfernt; ein beschränkter Nachweis der Einwilligung und des Widerrufs bleibt für Rechenschaftszwecke erhalten. Historische Einträge ohne vollständige Hinweisversion werden nicht nachträglich als vollständige Einwilligung ausgegeben.
Nimm Beschwerden über Druck oder unzulässige Verwendung ernst. Beende die beanstandete Verwendung und verlange keine weiteren Trainingsdaten oder Rechtfertigungen. Wende dich über Kontakt an BeratungsLab beziehungsweise an die in den Datenschutzhinweisen benannte Datenschutzstelle. Halte nur die für die Klärung erforderlichen Angaben fest und beschränke den Zugang darauf. Unternehmensinterne Datenschutz- und Beschwerdewege bleiben daneben nutzbar.
Checkliste vor Unternehmensnutzung
- Vertragsregeln und aktuelle Fassung dieses Leitfadens an die verantwortlichen Personen vermitteln; Unterweisung dokumentieren.
- Freiwilligkeit ausdrücklich erklären; keine Personalentscheidung an Trainingsergebnisse, Teilnahme oder Freigabe knüpfen.
- Rollen und Sichtrechte prüfen; keine gemeinsamen Konten oder Umgehung über Teilnehmende verwenden.
- Widerrufswege zeigen und Beschwerden ohne Benachteiligung bearbeiten.