Hinweise zur Nutzung künstlicher Intelligenz

1. Sie interagieren mit KI

BeratungsLab verwendet künstliche Intelligenz, um fiktive Gesprächspartner darzustellen, Trainingsdialoge zu führen und Rückmeldungen zu erzeugen. Die Antworten stammen nicht von einem Menschen. Im Sprach- und Avatar-Modus sind Stimme, Bildbewegung und gesprochene Antworten synthetisch erzeugt.

Der KI-Hinweis muss vor oder spätestens bei Beginn jeder Interaktion klar erkennbar sein. Ein einmaliger versteckter Hinweis in AGB oder Datenschutzerklärung reicht für die Benutzeroberfläche nicht aus.

2. Zweck und Grenzen

Die Plattform dient der Übung und Reflexion simulierter Beratungsgespräche. KI-Ausgaben sind wahrscheinlichkeitsbasierte Ergebnisse. Sie können sachlich falsch, unvollständig, widersprüchlich, voreingenommen oder für den konkreten Kontext ungeeignet sein.

Die Ausgaben sind insbesondere keine:

Prüfen Sie wichtige Aussagen anhand freigegebener Fachquellen und lassen Sie rechtlich oder wirtschaftlich erhebliche Entscheidungen von qualifizierten Menschen treffen.

BeratungsLab verwendet automatisierte KI-Auswertungen, die als trainingsbezogenes Profiling im Sinne von Art. 4 Nr. 4 DSGVO einzuordnen sind, soweit konkrete Gesprächs- und Trainingsleistungen des Trainierenden bewertet werden. BeratungsLab erstellt keine psychologischen oder allgemeinen Persönlichkeitsprofile, psychologischen Diagnosen oder Emotions- bzw. Persönlichkeitstypisierungen über reale Personen oder trainierende Nutzer. Vollständig fiktive Trainingskunden können zur Variation der Simulation mit vorgegebenen Gesprächs- und Entscheidungsmustern ausgestaltet werden. Diese Muster beschreiben ausschließlich die erfundene Trainingsfigur. Eine biometrische Identifikation oder Voice-Print-Erstellung findet nicht statt. Die Auswertungen führen nicht zu ausschließlich automatisierten Entscheidungen mit rechtlicher oder vergleichbar erheblicher Wirkung im Sinne von Art. 22 DSGVO.

3. Nur fiktive Trainingsdaten

Verwenden Sie ausschließlich fiktive Personas und erfundene Trainingssachverhalte. Geben Sie insbesondere nicht ein:

Dies gilt auch für Spracheingaben, Bildschirmfreigaben und hochgeladene oder eingeblendete Dokumente. Beenden Sie eine Freigabe sofort, wenn versehentlich reale Daten sichtbar werden, und melden Sie den Vorfall an den Verantwortlichen Ihres Teams beziehungsweise an support@beratungslab.eu.

Praxisfall trainieren: BeratungsLab bildet keine realen Kunden als Trainingspersonen ab; alle Trainingskunden sind vollständig fiktiv. Wenn Sie eine berufliche Gesprächssituation als Ausgangspunkt für ein Training beschreiben, beschreiben Sie nur die Situation; sie wird ausschließlich dazu verwendet, die Gesprächssituation auf einen vollständig fiktiven Trainingskunden zu übertragen. Geben Sie keine Namen, Kontaktdaten, Geburtsdaten, Arbeitgeber, Orte, Kunden-, Vertrags- oder Depotnummern, exakten Vermögenswerte oder sonstigen Angaben ein, über die eine reale Person identifizierbar wäre, und keine Angaben zu Gesundheit, Religion, politischer Überzeugung oder Sexualleben Ihres Gesprächspartners. Typische Formulierungen sensibler Angaben und exakte Geldbeträge werden vor der Übermittlung an den KI-Dienst gesperrt; alleinstehende Personennamen und Umschreibungen werden nicht zuverlässig erkannt. Ihre Beschreibung wird nicht dauerhaft gespeichert; aus abstrakten Merkmalen entsteht ein vollständig fiktiver Trainingskunde. Stellen Sie sicher, dass auch die abstrakte Beschreibung mit Ihren beruflichen, arbeitsvertraglichen und sonstigen Vertraulichkeitspflichten vereinbar ist. Haben Sie dennoch identifizierende Angaben eingegeben, löschen Sie den Praxisfall und melden Sie den Vorfall wie oben beschrieben.

4. Sprach- und Avatar-Modus

Ein Mikrofon wird nur nach Ihrer Gerätefreigabe und dem bewussten Start des Sprachmodus genutzt. In der freizugebenden Zielkonfiguration wird die Audioaufzeichnung beim Sprachanbieter deaktiviert; die tatsächliche Einstellung muss vor Produktivbetrieb technisch nachgewiesen sein.

Im Sprachdialog mit dem KI-Coach wird Ihr Mikrofon nur nach Ihrer Gerätefreigabe und Ihrem bewussten Start verwendet. Die Stimme des KI-Coaches und seine gesprochenen Antworten werden synthetisch erzeugt. Der KI-Coach erklärt und vertieft die bestehende Auswertung Ihres Trainingsgesprächs; er verändert diese nicht und erstellt aus dem Dialog keine neue Bewertung. Der KI-Coach ersetzt keine Finanz-, Rechts- oder Steuerberatung. Verwenden Sie auch in diesem Dialog ausschließlich fiktive Kundendaten und geben Sie keine personenbezogenen Daten realer Kunden ein. Der Avatar ist eine synthetische Darstellung und keine reale Person im Gespräch. Sofern Exporte synthetischer Audio-, Bild- oder Videoinhalte angeboten werden, müssen die gesetzlich erforderlichen maschinenlesbaren Herkunftsmarkierungen erhalten bleiben. Nutzer dürfen Kennzeichnungen oder Herkunftsinformationen nicht entfernen oder irreführend verändern.

5. Bildschirm- und Dokumentanalyse

Teilen Sie nur das ausdrücklich benötigte Fenster und schließen Sie andere Anwendungen. Kontrollieren Sie vor dem Start, dass keine realen Kunden-, Beschäftigten- oder vertraulichen Daten sichtbar sind. Die Freigabe kann jederzeit beendet werden.

6. KI-Auswertung und menschliche Kontrolle

Die Auswertung soll konkrete Reflexionsimpulse geben. Ein hoher oder niedriger Score ist keine objektive Messung der beruflichen Eignung. Kriterien, Prompt, Modellversion und Kontext können das Ergebnis beeinflussen.

Bei Teamnutzung müssen Coaches Ergebnisse fachlich prüfen, Betroffenen eine verständliche Erläuterung und Möglichkeit zur Stellungnahme geben und erkennbare Fehler korrigieren. Trainingsdaten und KI-Auswertungen dürfen nicht für Vergütung, Beförderung, Sanktion, Kündigung oder andere Personalentscheidungen verwendet werden. Die Teilnahme am Wettbewerb und die Freigabe einzelner Gespräche sind freiwillig. Ablehnung und Widerruf dürfen keine Nachteile auslösen; das Training bleibt ohne diese Funktionen nutzbar. Coaches und Unternehmensadmins dürfen keine Teilnahme oder Freigabe erzwingen. Der Leitfaden zum Beschäftigtenschutz erläutert die verbindlichen Nutzungsgrenzen.

Bei Trainingsgesprächen mit einem fiktiven Kunden, dem ein Trainingskundentyp zugeordnet ist, wertet die KI zusätzlich aus, wie Sie auf erkennbare Signale dieses fiktiven Kunden reagiert und Ihre Gesprächsführung daran angepasst haben. Auch diese Auswertung bezieht sich ausschließlich auf Ihre beobachtbaren Gesprächshandlungen innerhalb der Simulation. Ihnen selbst wird dabei kein Kundentyp, Persönlichkeitsmerkmal oder psychologisches Profil zugeschrieben.

7. Sichtbarkeit im Team

Bei einem Teamkonto erhält ein Coach ohne ausdrückliche Freigabe durch die trainierende Person keine Einsicht in einzelne Trainingsgespräche oder deren KI-Auswertungen. Die trainierende Person kann ein einzelnes Gespräch gezielt für ihren Coach freigeben und diese Freigabe jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen. Ohne Freigabe erhält der Coach lediglich Teamverwaltungsinformationen und aggregierte Angaben zur Trainingsaktivität ohne Zuordnung individueller Bewertungswerte. Administratorzugriffe des Anbieters erfolgen ausschließlich, soweit sie für Betrieb, Sicherheit, Fehleranalyse oder Support erforderlich sind.

Ihr Unternehmenskunde muss Sie vor der Nutzung darüber informieren, wer welche Daten sieht, zu welchem Zweck sie verwendet werden und wie lange sie gespeichert bleiben.

Die Teilnahme an einer Wettbewerbsrunde erfolgt ausschließlich freiwillig und nach ausdrücklichem Opt-in für die jeweilige Runde. Die Nichtteilnahme bleibt ohne Nachteil. Die Teilnahme kann jederzeit mit Wirkung für die Zukunft widerrufen werden. Während einer laufenden Runde führt der Widerruf zur Entfernung aus der Rangliste; nach Abschluss einer Runde wird bei einem Widerruf die Zeile des Betroffenen aus der gespeicherten Wettbewerbsdarstellung entfernt; die verbleibenden Plätze werden lückenlos neu nummeriert. Coaches erhalten keinen Zugriff auf Ranglisten, Platzierungen oder individuelle Wettbewerbswerte.

Eine Rangliste darf nur angezeigt werden, wenn dafür eine tragfähige Rechtsgrundlage besteht. Auch der Widerruf der Teilnahme darf nicht zu Nachteilen führen.

8. Fehler, problematische Inhalte und Rechte

Verwenden Sie problematische Ausgaben nicht weiter. Melden Sie insbesondere diskriminierende, gefährliche, rechtsverletzende oder offensichtlich falsche Ergebnisse mit dem erforderlichen Kontext an support@beratungslab.eu. Übermitteln Sie dabei keine zusätzlichen Daten unbeteiligter Dritter.

Datenschutzrechte und weitere Informationen zur Verarbeitung finden Sie in der Datenschutzerklärung. Bei Teamkonten kann zusätzlich der jeweilige Unternehmenskunde zuständig sein.

9. KI-Kompetenz

Unternehmenskunden müssen Nutzer und Coaches passend zu Rolle, Erfahrung und Risiko schulen. Die Schulung muss mindestens Funktionsweise und Grenzen, Datenschutz, zulässige Eingaben, menschliche Kontrolle, Diskriminierungsrisiken, Fehlerbehandlung und Meldewege abdecken.

Stand: 7. September 2026